Schädel-Scans sprechen für Meeresleben langschnäuziger Urzeit-Krokodile
Forscher haben drei Schädel von Thoracosauriern im Computertomografen durchleuchtet. Zwei stammen von Thoracosaurus isorhynchus aus Frankreich und Schweden, einer von Eothoracosaurus mississippiensis aus den USA. Die Krokodilverwandten mit langer, schmaler Schnauze lebten am Ende der Kreidezeit und kurz danach an den Küsten Europas und Nordamerikas.
Das Innere der Schädel spricht für ein Leben im Meer. Darauf deuten ein vergrößerter Riechbereich, große Bogengänge im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs und eine fehlende Knochenwand zwischen Innenohr und Gehirnraum hin. Wegen weiter Atemgänge zwischen Nase und Rachen konnten die Tiere wahrscheinlich nicht tief tauchen. Vielleicht nutzten sie diese Gänge für Lautsignale.
Offen bleibt, wohin die Gruppe im Stammbaum gehört: zu den Gavialen oder außerhalb der heutigen Krokodile. Die Scans stützen keine der beiden Ideen eindeutig.
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