Heute vor 66 000 000 Jahren · Kreide/Paläogen-GrenzeSamstag, 31. Oktober 2026 · Streng wissenschaftlich. Immer mit Quelle.
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Evolution

Tiefe Abstammung

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KI-Lebendrekonstruktion eines frühen, zweibeinig laufenden Dinosauriers in einer Trias-Landschaft; eine konkrete Art nennt die Studie nicht, Färbung und Zeichnung sind künstlerische Interpretation ohne Fossilbeleg.Evolution
Evolution · 14. Okt. 2026

Dinosaurier-Wirbelsäule: Rückenwirbel wanderten ins Becken

Paläontologen haben die Entwicklung der Dinosaurier-Wirbelsäule neu entschlüsselt: Bekamen frühe Dinosaurier am Kreuzbein, dem fest mit dem Becken verbundenen Teil der Wirbelsäule, einen zusätzlichen Wirbel, fehlte dafür einer im Rücken! Nach der neuen Auswertung waren die zusätzlichen Beckenwirbel umgebaute Rumpfwirbel, die aus dem Rücken ins Becken gerückt sind. Neue Wirbel hat die Evolution dafür nicht erfunden.

GeprüftQuelle: Evolution of the axial skeleton of early dinosaurs and the role of meristic and homeotic processes
KI-Lebendrekonstruktion: Osedax-Würmer auf einem Wirbeltierknochen am Meeresgrund, mit wurzelartigem Gewebe im Knochen verankert.Evolution
Evolution · 13. Okt. 2026

Forscher entdecken drei neue Knochenfresser-Würmer ohne Mund und Darm

Forscher haben rund um die Iberische Halbinsel drei neue Arten knochenfressender Würmer entdeckt! Sie fanden die Tiere auf Kuh- und Schweineknochen, die sie zuvor gezielt in 90 bis 1200 Metern Tiefe versenkt hatten. Osedax-Würmer besitzen weder Mund noch Darm und sind auf Bakterien angewiesen, die das organische Material im Knochen verdauen können.

GeprüftQuelle: On the diversity of ‘bone-eating’ worms (Annelida: Siboglinidae: Osedax ) and their symbionts around the Iberian Peninsula
KI-Lebendrekonstruktion von Navaornis hestiae aus der Oberkreide im heutigen Südostbrasilien.Evolution
Evolution · 13. Okt. 2026

Flug verloren, Ohr fast gleich: Formte der Hinterkopf das Vogelohr?

Forscher haben an 146 lebenden und kürzlich ausgestorbenen Kronenvögeln einen verblüffenden Widerspruch aufgedeckt: Wenn Vögel das Fliegen verlieren, verändern sich die Bogengänge in ihrem Innenohr, winzige Ringröhren für den Gleichgewichtssinn, nur schwach! Auf einen umgebauten Schädel reagieren sie dagegen stark. Für die Vogel-Evolution heißt das: Die vermeintliche Flug-Spur im Ohr früher Vögel entstand wohl beim Umbau des Kopf-Hals-Gelenks.

GeprüftQuelle: Coordinated transformations of the labyrinth and occiput during the dinosaur–bird transition
KI-Lebendrekonstruktion: Die Flussschildkröte Plesiobaena antiqua stößt sich mit allen vier Gliedmaßen vom schlammigen Flussboden ab.Evolution
Evolution · 8. Okt. 2026

Kreidezeit-Schildkröte: Wangenknochen und Unterkiefer wuchsen mit dem Alter um

In den Flüssen des heutigen Alberta lebte vor rund 75 Millionen Jahren eine Schildkröte. *Plesiobaena antiqua* war die häufigste Kreidezeit-Schildkröte der kanadischen Dinosaur Park Formation. Jetzt zeigen Röntgenscans von vier Schädeln und drei Unterkiefern, dass sich ihr Kopf beim Heranwachsen veränderte. Die Kiefer passen dabei zu einem Wechsel auf harte Kost.

GeprüftQuelle: Assessment of intraspecific skull variation in the Campanian baenid turtle Plesiobaena antiqua
KI-Lebendrekonstruktion: Chile-Steißhuhn (Nothoprocta perdicaria) im trockenen Bergbuschland ZentralchilesEvolution
Evolution · 8. Okt. 2026

Drei Anlagen im Ei: Woher kommt das Dino-Gabelbein?

Im Ei eines chilenischen Steißhuhns wachsen drei Knochenanlagen zu einem einzigen V zusammen. Eine neue Embryo-Studie spricht dafür, dass das Gabelbein der Vögel so entstand: aus zwei Schlüsselbeinen und einem Mittelstück. Die Frage ist uralt, weil schon Theropoden-Dinosaurier Gabelbeine trugen, doch Fossilien verrieten deren Herkunft bisher nicht.

GeprüftQuelle: Embryos resolve the enigmatic origin of the theropod wishbone
KI-Lebendrekonstruktion: Mastodonsaurus giganteus, ein etwa fünf Meter langer krokodilartiger Ur-Lurch der Trias, lauert reglos am Grund eines Sees und schnappt mit kräftigen Kiefern nach einem vorbeiziehenden Fisch – nach einer Schädelmuskel-Rekonstruktion von Schwarz et al. 2026 im Journal of Anatomy.Evolution
Evolution · 6. Okt. 2026

Urzeit-Riese Mastodonsaurus: Schwache Zunge, raffinierte Kiefer

Ein fünf Meter langer Räuber liegt reglos am Grund eines Triassees, dann schnappen die Kiefer zu. Seine Zunge war wahrscheinlich schwach und kaum beweglich. Im Kopf des Riesenlurchs *Mastodonsaurus* saßen dafür mehr Kiefermuskeln, als Forscher je angenommen hatten. Seine Fossilien stammen vor allem aus Baden-Württemberg und Bayern, und sie verraten einen raffinierten Fresstrick.

GeprüftQuelle: Reconstructing the major skull myology of the giant stem‐amphibian Mastodonsaurus : A case study for early tetrapods
KI-Lebendrekonstruktion: Die Panzerfische Entelognathus primordialis (vorne, mit zwei Kiemendeckelplatten) und Qilinyu rostrata (hinten, mit einer Kiemendeckelplatte) aus dem Silur.Evolution
Evolution · 2. Okt. 2026

Panzerfische unter dem Röntgenblick: Ein Urfisch versteckte zwei Kiemendeckel statt eines

Ein Fossil aus dem Silur hat sein Geheimnis lange gehütet: *Entelognathus primordialis* trug zwei Kiemendeckelplatten statt der einen, die bisher beschrieben war. Das zeigen neue Scans der Originalstücke. Sie verändern das Bild früher Panzerfische mit Kiefer. Ein Bauteil, das als Knorpel galt, ist in Wahrheit ein Knochenfortsatz – und ein zweiter Urfisch teilt die auffälligsten Merkmale dieses Bauplans.

GeprüftQuelle: Reappraisal of the opercular anatomy in the ‘maxillate placoderms’ Entelognathus primordialis and Qilinyu rostrata
KI-Lebendrekonstruktion eines Metoposauriden, eines vollständig wasserlebenden Temnospondylen-Amphibiums aus der späten Trias Nordamerikas, dargestellt nach aktuellem Forschungsstand zu Schädelform und Körperbau dieser Tiergruppe.Evolution
Evolution · 24. Sept. 2026

Trias-Amphibien: Neue Studie sprengt einen alten Sammelnamen und findet für den „Zwerg“ ein mutmaßlich erwachsenes Tier

Eine neue Studie ordnet die nordamerikanischen Trias-Amphibien neu. Fossilien aus Texas, New Mexico und Arizona liefen bisher unter dem Namen *Anaschisma browni*. Die Analyse stützt diese Zusammenlegung nicht. Zwei Arten aus Texas bekommen deshalb eigene Gattungen. Beim angeblichen Zwerg *Apachesaurus gregorii* stießen die Forschenden außerdem auf ein Exemplar, das mutmaßlich von einem erwachsenen Tier stammt.

GeprüftQuelle: Specimen-level phylogenetic analysis and taxonomic revision of North American metoposaurids: a case for monospecific genera in vertebrate paleontology
Fotorealistische Rekonstruktion einer Langfühlerschrecke des Mittleren Jura mit angehobenen Vorderflügeln im Waldunterholz (Illustration)Evolution
Evolution · 11. Sept. 2026

Ultraschall im Jura: Dieser Sänger war den Fledermäusen voraus

Ultraschall im Jura, lange vor den Fledermäusen: Ein Insekt sang bereits oberhalb von 20 Kilohertz. Forschende haben seinen Ruf aus Fossilien rekonstruiert und damit eine überraschende Spur zu den Gefahren des frühen Insektengesangs freigelegt. Denn wer singt, erreicht auch unerwünschte Zuhörer: lauschende Räuber auf der Suche nach Beute. Im Mittelpunkt stehen 20 Fossilien aus China und ein Sänger mit ungewöhnlich hoher Stimme.

GeprüftQuelle: Reconstruction of an extinct soundscape reveals ultrasonic communication in the Jurassic