Heute vor 66 000 000 Jahren · Kreide/Paläogen-GrenzeDonnerstag, 15. Oktober 2026 · Streng wissenschaftlich. Immer mit Quelle.
Aktuell
Isle of Wight: Hirnschädel verrät neuen RaubdinosaurierNeuer Urzeit-Seeigel aus der Karibik ähnelt Pazifik-VerwandtenKinderkiefer aus Äthiopien verrät, wie ein Frühmensch heranwuchs
KI-Illustration eines Wals der Grönlandwal-Linie aus dem Pliozän von Antwerpen (vor rund 5,0 bis 4,4 Millionen Jahren). Körperform, Größe und Färbung sind künstlerische Annahmen; erhalten sind nur Teile von Schädel und Ohrknochen von Quasibalaena portisantuerpiae.
KI-Illustration eines Wals der Grönlandwal-Linie aus dem Pliozän von Antwerpen (vor rund 5,0 bis 4,4 Millionen Jahren). Körperform, Größe und Färbung sind künstlerische Annahmen; erhalten sind nur Teile von Schädel und Ohrknochen von Quasibalaena portisantuerpiae.

Entdeckung im Fokus

Aus der Forschung

Fossil aus Antwerpen

Forscher haben aus Antwerpen einen fossilen Glattwal beschrieben, der die Größengeschichte dieser Meeresriesen weiter stützt: Die frühen Vertreter der Grönlandwal-Linie schrumpften offenbar zuerst, und zu Giganten wurden Glattwale erst später, zweimal unabhängig voneinander. Das leiten die Forscher aus einer Rekonstruktion der Körpergrößen ab.

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01 — Unsere Neugier

Ausgestorben.
Nicht auserzählt.

Ein Knochen. Ein Fußabdruck. Eine Frage, die bleibt. Wir folgen den Spuren des Lebens — und den Studien, die sie neu lesbar machen.

Wie wir arbeiten

02 — Der Erdzeitatlas

Jedes Tier
hat seine Zeit.

Vom Anfang der Erde bis heute. Wähle einen Abschnitt und entdecke seine Geschichten.

Vier Äonen · schematisch, nicht maßstäblich

Landschaft: KI-generiertes Symbolbild. Zeitporträts: Bildnachweise und Quellen stehen jeweils bei der Vorschau.

Zeitliche Zuordnung noch offen

01 / ÄONHadaikum
02 / ÄONArchaikum
03 / ÄONProterozoikum

Paläoproterozoikum

Mesoproterozoikum

Neoproterozoikum

04 / ÄONPhanerozoikum

Paläozoikum

Mesozoikum

Känozoikum

Forschung ohne feste Zuordnung

Die Spuren dieser Zeit

KI-Illustration eines Wals der Grönlandwal-Linie aus dem Pliozän von Antwerpen (vor rund 5,0 bis 4,4 Millionen Jahren). Körperform, Größe und Färbung sind künstlerische Annahmen; erhalten sind nur Teile von Schädel und Ohrknochen von Quasibalaena portisantuerpiae.

Deine ausgewählte Entdeckung

Fossil aus Antwerpen: Grönlandwal-Ahnen schrumpften, bevor sie Riesen wurden

Forscher haben aus Antwerpen einen fossilen Glattwal beschrieben, der die Größengeschichte dieser Meeresriesen weiter stützt: Die frühen Vertreter der Grönlandwal-Linie schrumpften offenbar zuerst, und zu Giganten wurden Glattwale erst später, zweimal unabhängig voneinander. Das leiten die Forscher aus einer Rekonstruktion der Körpergrößen ab. Der knapp fünf Millionen Jahre alte Schädel gehört zu einer bislang unbekannten Gattung und Art.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion des rund 18 Millionen Jahre alten Stammgruppen-Hirsches Procervulus mizunami aus Zentraljapan mit kurzem Gabelgeweih; das gezeigte Küstenfeuchtgebiet ist nur eine künstlerische Rekonstruktion und kein Befund der Studie.

Aus dem Magazin

Urzeit-Hirsch aus Japan: Gabelgeweih schon vor 18 Millionen Jahren

Forscher haben in Zentraljapan das älteste bekannte Skelett eines Urzeit-Hirsches aus der Stammgruppe der Hirsche beschrieben, samt Geweih! Das Tier lebte vor rund 18 Millionen Jahren und gehört zu einer neuen Art namens *Procervulus mizunami*. Hirsche mit gegabeltem Geweih kannte man aus dieser Zeit bisher nur aus Europa. Jetzt ist klar: Einer der allerersten war damals schon in Ostasien unterwegs.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion eines frühen, zweibeinig laufenden Dinosauriers in einer Trias-Landschaft; eine konkrete Art nennt die Studie nicht, Färbung und Zeichnung sind künstlerische Interpretation ohne Fossilbeleg.

Aus dem Magazin

Dinosaurier-Wirbelsäule: Rückenwirbel wanderten ins Becken

Paläontologen haben die Entwicklung der Dinosaurier-Wirbelsäule neu entschlüsselt: Bekamen frühe Dinosaurier am Kreuzbein, dem fest mit dem Becken verbundenen Teil der Wirbelsäule, einen zusätzlichen Wirbel, fehlte dafür einer im Rücken! Nach der neuen Auswertung waren die zusätzlichen Beckenwirbel umgebaute Rumpfwirbel, die aus dem Rücken ins Becken gerückt sind. Neue Wirbel hat die Evolution dafür nicht erfunden.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion: Der frühe Raubdinosaurier Staurikosaurus pricei durchquert in Echtzeit das Unterholz im heutigen Südbrasilien der späten Trias – mit zwei kurzen, klauenbewehrten Vorderbeinen paarig an Brust und Schulter direkt hinter dem Halsansatz, wie es seiner Körperbauweise entspricht.

Aus dem Magazin

Erste Dinosaurier: Brasiliens Fossilien zeigen den Aufstieg der Außenseiter

Ein Forscher aus Brasilien hat neue Dino-Funde aus dem Süden seines Landes zusammengetragen und zeigt: Die ersten Dinosaurier starteten als Außenseiter! In der Trias, vor mehr als 220 Millionen Jahren, gehörte das Land den Ur-Verwandten der Säugetiere und den Verwandten der Krokodile. Dazwischen huschten zweibeinige Neulinge durchs Unterholz und stellten bald die ersten Spitzenräuber unter den Dinosauriern.

Fundgeschichte und Quellen lesen
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Ich reise 13.000 Jahre zurück – zu Amerikas letzter Mammutjagd

Unsere Zeitreise-Folge zeigt einen Tag am Quellsee von Blackwater Draw, wo Clovis-Jäger vor 13.000 Jahren Mammuts jagten.

11:54 minDeutscher Ton

Videovorschau: Ich reise 13.000 Jahre zurück – zu Amerikas letzter Mammutjagd
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KI-Lebendrekonstruktion des rund 18 Millionen Jahre alten Stammgruppen-Hirsches Procervulus mizunami aus Zentraljapan mit kurzem Gabelgeweih; das gezeigte Küstenfeuchtgebiet ist nur eine künstlerische Rekonstruktion und kein Befund der Studie.
Titelgeschichte
Fossilfunde

Urzeit-Hirsch aus Japan: Gabelgeweih schon vor 18 Millionen Jahren

Forscher haben in Zentraljapan das älteste bekannte Skelett eines Urzeit-Hirsches aus der Stammgruppe der Hirsche beschrieben, samt Geweih! Das Tier lebte vor rund 18 Millionen Jahren und gehört zu einer neuen Art namens *Procervulus mizunami*. Hirsche mit gegabeltem Geweih kannte man aus dieser Zeit bisher nur aus Europa. Jetzt ist klar: Einer der allerersten war damals schon in Ostasien unterwegs.

Quellengeprüftvor 10 Std.Quelle: Oldest known skeleton of a stem cervid (Artiodactyla, Cervidae) from the Lower Miocene of Japan and implications for the initial dispersal of stem cervids

Urzeit kompakt

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Neue Studien, kurz erklärt. Das Datum der Originalstudie steht bei jeder Meldung.

  1. Symbolbild/KI-Rekonstruktion eines violett gefiederten, pferdegroßen Raubdinosauriers (Invictibellatrix amberina) beim Durchstreifen eines farnbewachsenen Flussauenwaldes der Unterkreide auf der Isle of Wight.
    KI-Rekonstruktion: So könnte Invictibellatrix amberina ausgesehen haben – bekannt ist nur ihr fossiler Hirnschädel, das übrige Erscheinungsbild ist eine wissenschaftlich plausible Annäherung an frühe Megaraptoren.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Isle of Wight: Hirnschädel verrät neuen Raubdinosaurier

    Forscher haben auf der englischen Isle of Wight einen neuen Raubdinosaurier erkannt: Invictibellatrix amberina. Von ihm kennen sie nur den Hirnschädel, die knöcherne Kapsel um das Gehirn. Er stammt aus der Unterkreide, berichtet ein Team in der Fachzeitschrift Royal Society Open Science.

    Das Gelenk zur Wirbelsäule, die Öffnung für das Rückenmark und ein Knochenkamm im Nacken stellen ihn zu den Megaraptoren, einer Gruppe von Raubsauriern. Im Stammbaum steht er bei den frühen Mitgliedern. Verwandte wie Megaraptor namunhuaiquii aus Argentinien trugen riesige Krallen an den ersten beiden Fingern.

    Die Analyse deutet darauf hin, dass frühe Megaraptoren in der Unterkreide wahrscheinlich fast weltweit lebten. Dass sie später auf den Nordkontinenten fehlen, erklären die Forscher am ehesten mit regionalem Aussterben.

    Royal Society Open Science · Studie vom · Originalstudie ↗

  2. KI-generierte Rekonstruktion eines Seeigels der fossilen Art Arbacia percaribbeana mit dichten ockergoldenen Stacheln auf sandigem Meeresboden, Nahaufnahme aus flachem Unterwasser-Blickwinkel mit Sonnenstrahlen im Wasser.
    KI-Rekonstruktion: So könnte der neu beschriebene fossile Seeigel Arbacia percaribbeana im flachen Küstenmeer der Karibik und des südöstlichen Nordamerikas vor rund 3 bis 2 Millionen Jahren gelebt haben.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Neuer Urzeit-Seeigel aus der Karibik ähnelt Pazifik-Verwandten

    Forscher haben eine neue Art fossiler Seeigel beschrieben: Arbacia percaribbeana aus Venezuela, der Karibik und Südflorida. Das Team prüfte mehr als 400 Fundposten aus Pliozän und Eiszeitalter in Museumssammlungen, manche Seeigel tragen sogar noch ihre Stacheln.

    Die neue Art ähnelt Seeigeln aus dem Pazifik stärker als vier andere Arten aus dem Westatlantik. Das Muster deutet auf zwei Linien hin: eine nordatlantische und eine mit Verwandtschaft im Pazifik. Womöglich wanderten Seeigel zwischen den Ozeanen, als sich die Meeresstraße in Mittelamerika nach und nach schloss.

    Seeigel dienen Entwicklungsbiologen seit mehr als hundert Jahren als Versuchstiere, weil ihre Eier durchsichtig sind und sich im Labor leicht untersuchen lassen.

    Journal of Paleontology · Studie vom · Originalstudie ↗

  3. KI-generiertes Symbolbild: Junges Paranthropus-boisei-Kind kauert unbekleidet im Profil am Rand eines Wasserlochs in einer ostafrikanischen Savannenlandschaft und hält ein hartschaliges Samenkorn vor den Mund.
    KI-Rekonstruktion (Symbolbild): So könnte ein Kind von Paranthropus boisei im Omo-Becken ausgesehen haben – unbekleidet, nur mit Lehm an Händen, Unterarmen und Knien, beim Untersuchen eines hartschaligen Samenkorns.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Kinderkiefer aus Äthiopien verrät, wie ein Frühmensch heranwuchs

    Forscher haben in der Shungura-Formation in Äthiopien den Oberkiefer eines Kindes von Paranthropus boisei beschrieben, einem robusten Frühmenschen aus Ostafrika. Nach dem Stand seiner Zähne starb das Kind mit etwa 3,8 bis 5 Jahren. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Comptes Rendus Palevol.

    Das Neue: Einige typische Merkmale seiner Gattung zeigt der kleine Kiefer schon, andere noch nicht. Damit verlief das Wachstum teils anders als beim Verwandten Paranthropus robustus. Die Forscher sehen darin einen Hinweis, dass sich die Arten der Gruppe unterschiedlich entwickelten.

    Bekannt wurde die Art 1959, als Mary Leakey in der Olduvai-Schlucht in Tansania einen Schädel fand. Die Presse taufte ihn Nussknacker-Mensch.

    Comptes Rendus Palevol · Studie vom · Originalstudie ↗

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Dinosaurier

Schicht 01 · Mesozoikum
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KI-Lebendrekonstruktion von Infernogallus jamesi, einem kleinen Oviraptorosaurier der späten Kreidezeit, der laut einer aktuellen Studie seinen Unterkiefer wie ein Papagei vor- und zurückschob und damit wahrscheinlich weiche Früchte zerkaute.Dinosaurier
Dinosaurier

Dino mit Papageien-Kiefer: Dieser Saurier kaute Obst

Forscher haben in Nordamerika einen kleinen Dinosaurier entdeckt, der kaute wie ein Papagei! *Infernogallus jamesi* schob seinen Unterkiefer vor und zurück und zerquetschte so weiche Nahrung zwischen geriffelten Kauflächen, wahrscheinlich vor allem saftiges Obst. Ein Früchte fressender Dinosaurier – dafür gab es bis jetzt keinen direkten Beleg.

Geprüftvor 3 TagenQuelle: Fruit-eating adaptations in a Late Cretaceous oviraptorosaur (Theropoda)
KI-Lebendrekonstruktion: Ein Tyrannosauride reißt am Schwanz eines gefallenen Entenschnabel-Dinosauriers – rekonstruiert nach der systematischen Auswertung von Bissspuren an einzelnen Schwanzwirbeln aus dem Dinosaur Provincial Park, Alberta.Dinosaurier
Dinosaurier

Bissspuren verraten: Raubsaurier fraßen sich durch Dino-Schwänze

Ein Raubsaurier zerrt an einem Kadaver und reißt Fleisch vom Schwanz. Seine Zähne schrammen dabei schräg über die Wirbel. Genau solche mutmaßlichen Tyrannosaurier-Bissspuren haben Forscher in Kanada systematisch ausgewertet. Ergebnis: 84,7 Prozent der angebissenen Wirbel von Entenschnabel-Dinosauriern aus dem Dinosaur Provincial Park in Alberta stammen aus dem Schwanz. Die Kratzer folgen dem Fleisch.

Geprüftvor 3 TagenQuelle: Tooth marked caudal vertebrae suggest feedingtyrannosaurids systematically processed hadrosaurid tails
KI-Lebendrekonstruktion: Tyrannosaurus rex mit seinem im Vergleich zu Giganotosaurus und Allosaurus kürzeren, aber robusteren Schädel und tiefem Unterkiefer, der laut einer 3D-Modell-Studie vermutlich zum Festhalten großer Beute und zum Durchbeißen von Fleisch und Knochen geeignet war.Dinosaurier
Dinosaurier

Schädel-Duell der Raubdinosaurier: Der kürzere Kopf ist der kräftigere

Ein *Tyrannosaurus rex*, einer der größten Raubdinosaurier überhaupt, packt ein großes Beutetier, hält es fest und beißt durch Fleisch und Knochen. Das zeigen 3D-Modelle, mit denen Forscher aus Spanien seinen Schädel mit den Köpfen zweier anderer Riesenräuber vergleichen. Der kürzere Kopf des Tyrannosauriers ist der robustere, und seine dicken Zähne waren wahrscheinlich auf hohe Beißkraft ausgelegt.

Geprüftvor 6 TagenQuelle: Palaeoecological inferences and comparison between skulls of large theropods from 3D models: Allosaurus, Giganotosaurus and Tyrannosaurus
KI-Lebendrekonstruktion eines jungen, noch nicht ausgewachsenen Albertosaurus sarcophagus in seinem feuchten Lebensraum am Red Deer River vor rund 73 bis 68 Millionen Jahren.Dinosaurier
Dinosaurier

Bissspuren: Fraß ein kleiner Räuber am jungen Albertosaurus?

Feine Kratzer fremder Zähne ziehen sich über den Kiefer eines jungen Albertosaurus, eines schlankeren Verwandten des *Tyrannosaurus rex*, gefunden im Tal des Red Deer River in Alberta, Kanada. Zwei Gruppen unverheilter Bissspuren passen am besten zu kleinen Raubsauriern und liefern den ersten dokumentierten Beleg, dass solche Jäger an einem Tyrannosaurier fraßen.

Geprüft8. Okt. 2026Quelle: Evidence for dromaeosaurid scavenging on Albertosaurus (Dinosauria: Tyrannosauridae)

Meeressaurier

Schicht 02 · Tethys-Ozean
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KI-Lebendrekonstruktion von Garamaudo bauciensis, einem rund 2,5 Meter langen Süßwasser-Mosasaurier aus der Provence, der laut Studie wahrscheinlich in geringer Tiefe im Süßwasser lebte.Meeressaurier
Meeressaurier

Meeresechse mit Landbeinen: Forscher finden Süßwasser-Mosasaurier in Frankreich

Rund 2,5 Meter lang, mit Beinen wie ein Landtier und begraben in den Ablagerungen eines alten Sees: In der Provence haben Forscher einen neuen Süßwasser-Mosasaurier beschrieben. Mosasaurier gelten als Meeresreptilien der Kreidezeit. Dieses Tier namens *Garamaudo bauciensis* lebte vor etwa 85 Millionen Jahren wahrscheinlich im Süßwasser, bei Bouc-Bel-Air in Südostfrankreich.

Geprüft4. Okt. 2026Quelle: Garamaudo bauciensis, a new freshwater mosasaurid (Reptilia, Squamata) from the Santonian (Late Cretaceous) of Provence, southeastern France
KI-Lebendrekonstruktion: Fischsaurier der Trias unterschieden sich stark in ihrer Schädellänge – ein neues Modell datiert den Höhepunkt dieser Vielfalt auf vor etwa 231,1 Millionen Jahren, ohne dass sich ein passender Umweltauslöser findet.Meeressaurier
Meeressaurier

Fischsaurier-Rätsel: Ihre Schädellängen liefen früh am weitesten auseinander, doch die Umweltdaten passen nicht

Fischsaurier legten in der Trias einen Blitzstart hin. Nach dem Median eines neuen Evolutionsmodells war die Spannweite ihrer Schädellängen vor etwa 231,1 Millionen Jahren am größten. Da lag erst rund ein Achtel ihrer Stammesgeschichte hinter ihnen. So steht es in einer noch nicht begutachteten Studie. Weder Meeresspiegel noch Meerestemperatur, Gesteinsfläche oder Sedimentschichten zeigen einen Wendepunkt, der signifikant dazu passt.

Geprüft2. Okt. 2026Quelle: A novel phylogenetic comparative model reveals strong signals for early high disparity in ichthyosaurs
KI-Lebendrekonstruktion von Ichthyosaurus anningae, einer Fischsaurier-Art, deren erster eindeutiger Nachweis außerhalb Großbritanniens in der Rodiles-Formation in Asturien, Spanien, entdeckt wurde.Meeressaurier
Meeressaurier

Ichthyosaurier Spanien: Rekord-Fischsaurier bricht Dorsets Alleinstellung

Ein Skelett aus Asturien reißt eine alte Grenze ein: Dieser Ichthyosaurier Spaniens gehört eindeutig zu *Ichthyosaurus anningae*, einer Art, die bisher nur aus Dorset in England sicher belegt war. Gemessen am Oberarmknochen ist er obendrein das größte bekannte Tier seiner Art. Er schwamm im Unteren Jura durch ein Meer, dessen Tierwelt Nordspanien eng mit Großbritannien verband.

Geprüft29. Sept. 2026Quelle: First record of Ichthyosaurus anningae outside the United Kingdom: new evidence from the Lower Jurassic of northern Spain
Künstlerische Darstellung eines Mosasauriers in der Oberkreide. Allgemeine Rekonstruktion, nicht das Tier aus Kaizuka.Meeressaurier
Meeressaurier

Neue Meeresechse? Dieser Schädelknochen passt zu keinem bekannten Mosasaurier

Ein Gesteinsblock aus Japan lag mehr als drei Jahrzehnte im Museum – und steckte voller Mosasaurier-Knochen, die niemand erkannt hatte. Forschende fanden darin vier übersehene Knochen, darunter den ersten bestätigten vorderen Oberkieferknochen eines Mosasauriers aus Japan. Ein Knochen am Hirnschädel zeigt eine Merkmalskombination, die zu keinem beschriebenen Mosasaurier passt. Eine neue Art ist möglich, aber nicht belegt.

Geprüft14. Sept. 2026Quelle: www.eurekalert.org

Evolution

Schicht 03 · Tiefe Abstammung
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KI-Lebendrekonstruktion eines frühen, zweibeinig laufenden Dinosauriers in einer Trias-Landschaft; eine konkrete Art nennt die Studie nicht, Färbung und Zeichnung sind künstlerische Interpretation ohne Fossilbeleg.Evolution
Evolution

Dinosaurier-Wirbelsäule: Rückenwirbel wanderten ins Becken

Paläontologen haben die Entwicklung der Dinosaurier-Wirbelsäule neu entschlüsselt: Bekamen frühe Dinosaurier am Kreuzbein, dem fest mit dem Becken verbundenen Teil der Wirbelsäule, einen zusätzlichen Wirbel, fehlte dafür einer im Rücken! Nach der neuen Auswertung waren die zusätzlichen Beckenwirbel umgebaute Rumpfwirbel, die aus dem Rücken ins Becken gerückt sind. Neue Wirbel hat die Evolution dafür nicht erfunden.

GeprüftgesternQuelle: Evolution of the axial skeleton of early dinosaurs and the role of meristic and homeotic processes
KI-Lebendrekonstruktion: Osedax-Würmer auf einem Wirbeltierknochen am Meeresgrund, mit wurzelartigem Gewebe im Knochen verankert.Evolution
Evolution

Forscher entdecken drei neue Knochenfresser-Würmer ohne Mund und Darm

Forscher haben rund um die Iberische Halbinsel drei neue Arten knochenfressender Würmer entdeckt! Sie fanden die Tiere auf Kuh- und Schweineknochen, die sie zuvor gezielt in 90 bis 1200 Metern Tiefe versenkt hatten. Osedax-Würmer besitzen weder Mund noch Darm und sind auf Bakterien angewiesen, die das organische Material im Knochen verdauen können.

GeprüftgesternQuelle: On the diversity of ‘bone-eating’ worms (Annelida: Siboglinidae: Osedax ) and their symbionts around the Iberian Peninsula
KI-Lebendrekonstruktion von Navaornis hestiae aus der Oberkreide im heutigen Südostbrasilien.Evolution
Evolution

Flug verloren, Ohr fast gleich: Formte der Hinterkopf das Vogelohr?

Forscher haben an 146 lebenden und kürzlich ausgestorbenen Kronenvögeln einen verblüffenden Widerspruch aufgedeckt: Wenn Vögel das Fliegen verlieren, verändern sich die Bogengänge in ihrem Innenohr, winzige Ringröhren für den Gleichgewichtssinn, nur schwach! Auf einen umgebauten Schädel reagieren sie dagegen stark. Für die Vogel-Evolution heißt das: Die vermeintliche Flug-Spur im Ohr früher Vögel entstand wohl beim Umbau des Kopf-Hals-Gelenks.

GeprüftgesternQuelle: Coordinated transformations of the labyrinth and occiput during the dinosaur–bird transition
KI-Lebendrekonstruktion: Die Flussschildkröte Plesiobaena antiqua stößt sich mit allen vier Gliedmaßen vom schlammigen Flussboden ab.Evolution
Evolution

Kreidezeit-Schildkröte: Wangenknochen und Unterkiefer wuchsen mit dem Alter um

In den Flüssen des heutigen Alberta lebte vor rund 75 Millionen Jahren eine Schildkröte. *Plesiobaena antiqua* war die häufigste Kreidezeit-Schildkröte der kanadischen Dinosaur Park Formation. Jetzt zeigen Röntgenscans von vier Schädeln und drei Unterkiefern, dass sich ihr Kopf beim Heranwachsen veränderte. Die Kiefer passen dabei zu einem Wechsel auf harte Kost.

Geprüft8. Okt. 2026Quelle: Assessment of intraspecific skull variation in the Campanian baenid turtle Plesiobaena antiqua

Fossilfunde

Schicht 04 · Weltweit
Alle Funde →
KI-Illustration eines Wals der Grönlandwal-Linie aus dem Pliozän von Antwerpen (vor rund 5,0 bis 4,4 Millionen Jahren). Körperform, Größe und Färbung sind künstlerische Annahmen; erhalten sind nur Teile von Schädel und Ohrknochen von Quasibalaena portisantuerpiae.Fossilfunde
Fossilfunde

Fossil aus Antwerpen: Grönlandwal-Ahnen schrumpften, bevor sie Riesen wurden

Forscher haben aus Antwerpen einen fossilen Glattwal beschrieben, der die Größengeschichte dieser Meeresriesen weiter stützt: Die frühen Vertreter der Grönlandwal-Linie schrumpften offenbar zuerst, und zu Giganten wurden Glattwale erst später, zweimal unabhängig voneinander. Das leiten die Forscher aus einer Rekonstruktion der Körpergrößen ab. Der knapp fünf Millionen Jahre alte Schädel gehört zu einer bislang unbekannten Gattung und Art.

Geprüftvor 10 Std.Quelle: A New Bowhead Whale-like Genus from the Early Pliocene of Antwerpen Illuminates Phylogenetic Relationships and Body Size Evolution in Balaenidae (Cetacea, Mysticeti)
KI-Lebendrekonstruktion des rund 18 Millionen Jahre alten Stammgruppen-Hirsches Procervulus mizunami aus Zentraljapan mit kurzem Gabelgeweih; das gezeigte Küstenfeuchtgebiet ist nur eine künstlerische Rekonstruktion und kein Befund der Studie.Fossilfunde
Fossilfunde

Urzeit-Hirsch aus Japan: Gabelgeweih schon vor 18 Millionen Jahren

Forscher haben in Zentraljapan das älteste bekannte Skelett eines Urzeit-Hirsches aus der Stammgruppe der Hirsche beschrieben, samt Geweih! Das Tier lebte vor rund 18 Millionen Jahren und gehört zu einer neuen Art namens *Procervulus mizunami*. Hirsche mit gegabeltem Geweih kannte man aus dieser Zeit bisher nur aus Europa. Jetzt ist klar: Einer der allerersten war damals schon in Ostasien unterwegs.

Geprüftvor 10 Std.Quelle: Oldest known skeleton of a stem cervid (Artiodactyla, Cervidae) from the Lower Miocene of Japan and implications for the initial dispersal of stem cervids
KI-Lebendrekonstruktion: Der frühe Raubdinosaurier Staurikosaurus pricei durchquert in Echtzeit das Unterholz im heutigen Südbrasilien der späten Trias – mit zwei kurzen, klauenbewehrten Vorderbeinen paarig an Brust und Schulter direkt hinter dem Halsansatz, wie es seiner Körperbauweise entspricht.Fossilfunde
Fossilfunde

Erste Dinosaurier: Brasiliens Fossilien zeigen den Aufstieg der Außenseiter

Ein Forscher aus Brasilien hat neue Dino-Funde aus dem Süden seines Landes zusammengetragen und zeigt: Die ersten Dinosaurier starteten als Außenseiter! In der Trias, vor mehr als 220 Millionen Jahren, gehörte das Land den Ur-Verwandten der Säugetiere und den Verwandten der Krokodile. Dazwischen huschten zweibeinige Neulinge durchs Unterholz und stellten bald die ersten Spitzenräuber unter den Dinosauriern.

GeprüftgesternQuelle: The origin of dinosaurs in light of recent discoveries from Brazil
KI-Lebendrekonstruktion: Die fossile Erzwespe Paleolelaps draco im feuchten Laub ihres vermutlichen Lebensraums; der bislang älteste bekannte Vertreter der Erzwespen-Familie Diparidae, nachgewiesen in spät-eozänem Baltischem Bernstein.Fossilfunde
Fossilfunde

Bernstein enthüllt älteste Wespe einer ganzen Insektenfamilie

Harz quillt aus einem Baumstamm, und eine Wespe bleibt darin kleben. Aus dem Harz wurde Baltischer Bernstein, und in ihm steckt ein Erstnachweis: *Paleolelaps draco* ist die erste fossile Wespe aus der Erzwespen-Familie Diparidae und zugleich ihr ältester bekannter Vertreter. Bisher kannte die Forschung diese Familie nur von heute lebenden Arten.

Geprüftvor 3 TagenQuelle: Paleolelaps draco Tselikh & Rasplus gen. et sp. nov., the first fossil record of Diparidae (Hymenoptera: Chalcidoidea) from Eocene Baltic amber

Heute vor…

Schicht 05 · Zeitreise
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KI-Lebendrekonstruktion: Ein Bärtierchen mit dem winzigen einzelligen Mitfahrer Propyxidium tardigradum, der sich hinter dem dritten Beinpaar an seinem Wirt festhält.Heute vor…
Heute vor…

Winziger Bärtierchen-Mitfahrer klammert sich auch an Milben

Ein winziger Einzeller, ein Lebewesen aus nur einer Zelle, reitet auf Bärtierchen durch die Welt und klammert sich auch an Milben und sogar an Krümel aus Schmutz. Fast sechzig Jahre lang galt der Mitfahrer als Rarität. Jetzt melden Forscher 49 neue Fundorte, von Großbritannien über Kanada und Australien bis in die Antarktis.

Geprüft6. Okt. 2026Quelle: Less picky and more widespread than expected: new records and insights into the biology of Propyxidium tardigradum , an epibiotic ciliate (Ciliophora: Peritrichida: Operculariidae)
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