Heute vor 66 000 000 Jahren · Kreide/Paläogen-GrenzeSamstag, 31. Oktober 2026 · Streng wissenschaftlich. Immer mit Quelle.
Aktuell
Fußspuren aus Italien: Krokodil- und Dino-Verwandte schon vor dem MassensterbenLoch im Schulterblatt: Neuer Neandertaler aus der Shanidar-HöhleUralte Koralle aus North Carolina entpuppt sich als EdelkoralleForscher ordnen Grönland-Fossilien einem sibirischen Stachelfisch zu
KI-Illustration eines aufgebrochenen Fossilzahns im Tiefseeschlamm. Symbolbild zur Studie; keine Aufnahme eines untersuchten Fossils.
KI-Illustration eines aufgebrochenen Fossilzahns im Tiefseeschlamm. Symbolbild zur Studie; keine Aufnahme eines untersuchten Fossils.

Entdeckung im Fokus

Aus der Forschung

Zwei Meere in einem Zahn

Forscher haben in Fossilzähnen vom Grund des Nordpazifiks die Spuren von zwei verschiedenen Meeren entdeckt! Die Außenhaut der Zähne verrät, in welchem Wasser der Fisch einst schwamm, das Innere dagegen, wo der Zahn später liegen blieb.

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01 — Unsere Neugier

Ausgestorben.
Nicht auserzählt.

Ein Knochen. Ein Fußabdruck. Eine Frage, die bleibt. Wir folgen den Spuren des Lebens — und den Studien, die sie neu lesbar machen.

Wie wir arbeiten

02 — Der Erdzeitatlas

Jedes Tier
hat seine Zeit.

Vom Anfang der Erde bis heute. Wähle einen Abschnitt und entdecke seine Geschichten.

Vier Äonen · schematisch, nicht maßstäblich

Landschaft: KI-generiertes Symbolbild. Zeitporträts: Bildnachweise und Quellen stehen jeweils bei der Vorschau.

Zeitliche Zuordnung noch offen

01 / ÄONHadaikum
02 / ÄONArchaikum
03 / ÄONProterozoikum

Paläoproterozoikum

Mesoproterozoikum

Neoproterozoikum

04 / ÄONPhanerozoikum

Paläozoikum

Mesozoikum

Känozoikum

Forschung ohne feste Zuordnung

Die Spuren dieser Zeit

KI-Illustration eines aufgebrochenen Fossilzahns im Tiefseeschlamm. Symbolbild zur Studie; keine Aufnahme eines untersuchten Fossils.

Deine ausgewählte Entdeckung

Zwei Meere in einem Zahn: Fossilzähne speichern Heimat und Grab

Forscher haben in Fossilzähnen vom Grund des Nordpazifiks die Spuren von zwei verschiedenen Meeren entdeckt! Die Außenhaut der Zähne verrät, in welchem Wasser der Fisch einst schwamm, das Innere dagegen, wo der Zahn später liegen blieb. Daraus leitet das Team einen Vorschlag ab: Eine Tiefenströmung aus der Antarktis sammelt die Zähne ein und häuft so Schlamm voller seltener Metalle an.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion zum Fund von Rewasaurus minori: Körper, Gliedmaßen und Schwanz orientieren sich an verwandten Silesauriern. Das Bild veranschaulicht einen möglichen Lebensraum; es zeigt keine wissenschaftlich überprüfbare Rekonstruktion der einzelnen Originalzähne. Körpergestalt und Färbung bleiben erschlossen.

Aus dem Magazin

Rewasaurus: Erster Silesaurier aus Indien gibt Forschern Rätsel auf

Forscher haben in Indien erstmals eindeutig einen Silesaurier nachgewiesen. Das ist ein Tier aus der nächsten Verwandtschaft der Dinosaurier! Die neue Art *Rewasaurus minori* kennen sie aus einem unvollständigen Schädel samt Unterkiefer, an dessen Spitze drei Zähne schräg nach vorn ragen. Wohin das Tier in der Familie der Dinosaurier gehört, beantworten zwei Rechenwege allerdings unterschiedlich.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion von Simonettoia tilaventina, einem neu beschriebenen Trias-Reptil aus Nordostitalien. Kopfform, Schwanz und Färbung sind unsicher und wurden anhand verwandter Arten rekonstruiert.

Aus dem Magazin

Riesiger Halsknochen verrät eine neue Tierart

Forscher haben ein über 20 Jahre altes Fossil aus Nordostitalien als neues Trias-Reptil erkannt, also als Kriechtier aus der Erdzeit vor Jura und Kreide. Ein extrem langer Halsknochen brachte sie auf die Spur. Doch erst die übrigen Knochen zeigen, warum das lückenhafte Skelett zu keiner bereits bekannten Art passt.

Fundgeschichte und Quellen lesen
KI-Lebendrekonstruktion: Gattungsillustration eines Nanotyrannus in einer Flusslandschaft der Hell-Creek-Formation. Keine individuelle Rekonstruktion von Jodi; Farben und Weichteile sind spekulativ.

Aus dem Magazin

Erst Dino-Baby, jetzt Millionen-Los: Sotheby's versteigert Raubsaurier Jodi

New York – Sotheby's versteigert am 27. Oktober ein rund 67 Millionen Jahre altes Raubsaurier-Skelett aus Montana und setzt dafür sechs bis neun Millionen US-Dollar an! 2023 galt „Jodi“ noch als Jungtier des berühmtesten aller Raubsaurier, jetzt heißt es Nanotyrannus: ein eigenständiger, kleinerer Räuber derselben Zeit. Die Beweise für den neuen Namen stammen allerdings von anderen Skeletten, nicht von Jodi.

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Ich reise 13.000 Jahre zurück – zu Amerikas letzter Mammutjagd

Unsere Zeitreise-Folge zeigt einen Tag am Quellsee von Blackwater Draw, wo Clovis-Jäger vor 13.000 Jahren Mammuts jagten.

11:54 minDeutscher Ton

Videovorschau: Ich reise 13.000 Jahre zurück – zu Amerikas letzter Mammutjagd
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KI-Lebendrekonstruktion zum Fund von Rewasaurus minori: Körper, Gliedmaßen und Schwanz orientieren sich an verwandten Silesauriern. Das Bild veranschaulicht einen möglichen Lebensraum; es zeigt keine wissenschaftlich überprüfbare Rekonstruktion der einzelnen Originalzähne. Körpergestalt und Färbung bleiben erschlossen.
Titelgeschichte
Fossilfunde

Rewasaurus: Erster Silesaurier aus Indien gibt Forschern Rätsel auf

Forscher haben in Indien erstmals eindeutig einen Silesaurier nachgewiesen. Das ist ein Tier aus der nächsten Verwandtschaft der Dinosaurier! Die neue Art *Rewasaurus minori* kennen sie aus einem unvollständigen Schädel samt Unterkiefer, an dessen Spitze drei Zähne schräg nach vorn ragen. Wohin das Tier in der Familie der Dinosaurier gehört, beantworten zwei Rechenwege allerdings unterschiedlich.

Quellengeprüft16. Okt. 2026Quelle: First definitive record of a silesaurid (Avemetatarsalia: Dinosauriformes) from the Upper Triassic of India with new insights on its origin and dispersal

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  1. Symbolbild, KI-Rekonstruktion eines frühen, erythrosuchiden-ähnlichen Archosauriformen mit breit abgespreizten Beinen auf einer roten Permischen Sandebene; steht stellvertretend für den unbenannten Fährtenleger von Pachychirotherium gardenaensis.
    KI-Rekonstruktion / Symbolbild: Die neue Fährtenart Pachychirotherium gardenaensis aus dem Grödner Sandstein zeigt nur Fußspuren, keinen Körperfossil. Der tatsächliche Fährtenleger ist nicht sicher einer Art zugeordnet (vermutlich Erythrosuchidae oder verwandte frühe Archosauriformen); das Bild zeigt daher ein symbolisches Tier dieser Gruppe mit dem für das späte Perm belegten, breitbeinig-sprawling Gang.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Fußspuren aus Italien: Krokodil- und Dino-Verwandte schon vor dem Massensterben

    Forscher haben im Grödner Sandstein in Norditalien eine neue Fährtenart beschrieben: Pachychirotherium gardenaensis. Die Abdrücke stammen aus dem späten Perm, also aus der Zeit vor dem Massensterben am Ende dieses Erdzeitalters. Sie sind die frühesten bekannten Spuren der Chirotherien-Familie. Als Spurenleger vermutet das Team frühe Verwandte von Krokodilen und Dinosauriern, etwa aus der Gruppe der Erythrosuchiden.

    Die Merkmale der Spuren passen zu einem breitbeinigen Gang mit seitlich abgespreizten Beinen. Fährten aus der frühen Trias zeigen Übergangsformen, den aufrechten Gang erreichte die Gruppe wahrscheinlich erst in der Mittleren Trias. Auch das Laufen auf den Zehen kam Schritt für Schritt.

    Die erste Fährte dieser Familie, das „Handtier“ Chirotherium, bemerkte 1833 ein Schuldirektor in Hildburghausen in Thüringen.

    Palaeontology · Studie vom · Originalstudie ↗

  2. Symbolbild/KI-Rekonstruktion: Drei Neandertaler stehen und hocken als kleine Figuren auf einem schmalen Felsvorsprung vor dem dunklen Höhleneingang von Shanidar in den Zagros-Bergen im Morgenlicht; Totale aus der Distanz, keine erkennbare Verletzung, Narbe oder Pflegehandlung im Bild.
    KI-Rekonstruktion/Symbolbild: Neandertaler-Gruppe am Höhleneingang von Shanidar, Nordirak, vor rund 75.000 Jahren.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Loch im Schulterblatt: Neuer Neandertaler aus der Shanidar-Höhle

    Forscher haben in der Shanidar-Höhle im Nordirak die Knochen eines weiteren Neandertalers gefunden. Im Schulterblatt klafft ein Loch, dessen Form zu einem Holzspeer passt. Die Wunde entstand um den Zeitpunkt des Todes, berichtet die Fachzeitschrift Scientific Reports.

    Shanidar A, ein älterer Erwachsener, wurde vor rund 75.000 Jahren in der Höhle abgelegt. Eine Sturzflut warf die Knochen später durcheinander. Damit liegen an dieser Stelle mindestens fünf Tote beieinander. Die Forscher sehen darin einen Hinweis auf einen bewussten, vielleicht bedeutungsvollen Umgang mit Toten. Eine schwere Verletzung im Gesicht hatte der Neandertaler überlebt. Das deutet darauf hin, dass seine Gruppe ihn pflegte.

    Schon 2018 hatte ein Team aus Cambridge in derselben Höhle den Schädel der älteren Neandertalerin Shanidar Z ausgegraben.

    Scientific Reports · Studie vom · Originalstudie ↗

  3. KI-Rekonstruktion/Symbolbild: verzweigte Edelkoralle Moltkia alveolata mit blass elfenbeinweißem Gewebe und feiner dunkelgrauer Sprenkelung, verankert auf einem Karbonat-Meeresboden im eozänen Flachmeer vor North Carolina; Form und Farbe sind spekulativ und an eine entfernt verwandte, heute im westpazifischen Raum lebende Koralle angenähert.
    KI-Rekonstruktion: die neu beschriebene Edelkoralle Moltkia alveolata in ihrem vermuteten eozänen Flachmeer-Lebensraum bei North Carolina. Form und Farbe sind eine vorsichtige Annäherung auf Basis des entfernt verwandten lebenden Korallentiers Pleurocorallium, keine fotografische oder diagnostische Wiedergabe der fossilen Art.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Uralte Koralle aus North Carolina entpuppt sich als Edelkoralle

    Forscher haben in North Carolina drei neue Korallenarten aus dem mittleren Eozän beschrieben, einer Zeit lange nach den Dinosauriern. Die häufigste heißt Moltkia alveolata. Die Überraschung steckt in ihrer Gattung: Moltkia galt lange als Bambuskoralle. Die Studie im Bulletin of the Peabody Museum of Natural History zeigt nun, dass sie zu den Edelkorallen gehört.

    Solche Edelkorallen gibt es im westlichen tropischen Atlantik heute nicht mehr. Die engsten lebenden Verwandten von Moltkia wachsen nur noch im westlichen tropischen Pazifik. Edelkorallen kennt man als Schmuckmaterial: Die Rote Edelkoralle aus dem Mittelmeer wird schon seit der Antike geerntet und gehandelt.

    Dazu fand das Team zwei Arten der Gattung Ellisella und einzelne Skelettnadeln weiterer, unbekannter Korallen.

    Bulletin of the Peabody Museum of Natural History · Studie vom · Originalstudie ↗

  4. KI-Rekonstruktion eines schlanken, spindelförmigen Stachelfisches (Acanthodes lopatini) im Seitenprofil, blassgrünlich mit dunkler Fleckung, mit einer hinteren Rückenflosse, einer Afterflosse, Brustflossen mit Stacheln und einem schmalen unpaaren Bauchstachel statt paariger Bauchflossen, schwimmend über schlammigem Seegrund in trübem Süßwasser.
    Acanthodes lopatini, KI-Rekonstruktion: Ein früher Stachelfisch schwimmt im trüben Wasser eines frühkarbonischen Süßwassersees in Ostgrönland. Körperumriss und Flossenstellung folgen einer wissenschaftlichen Ganzkörper-Rekonstruktion der Gattung Acanthodes; Färbung und Weichteile sind künstlerische Ergänzungen, die Artzuordnung folgt der Studie.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Forscher ordnen Grönland-Fossilien einem sibirischen Stachelfisch zu

    Forscher haben Fossilien urtümlicher Stachelfische aus Ostgrönland erstmals vollständig beschrieben. Ihre Analyse spricht für eine Art, die man bisher nur aus Sibirien kannte: Acanthodes lopatini. Die Studie erscheint im Canadian Journal of Zoology.

    Die Fische lebten im frühesten Karbon in einem See. Ihre Reste stecken im Gestein des Berges Celsius Bjerg, darunter Tiere in verschiedenen Wachstumsstadien. Damit verknüpfen sie die Tierwelt Euramerikas, des damaligen Großkontinents, mit der Tierwelt Sibiriens.

    Dieselben Gesteinsschichten halten auch das Hangenberg-Ereignis fest. Dieses Massensterben vor rund 360 Millionen Jahren löschte die Panzerfische aus, danach übernahmen Strahlenflosser die Gewässer.

    Canadian Journal of Zoology · Studie vom · Originalstudie ↗

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Dinosaurier

Schicht 01 · Mesozoikum
Alle Funde →
KI-Lebendrekonstruktion: Gattungsillustration eines Nanotyrannus in einer Flusslandschaft der Hell-Creek-Formation. Keine individuelle Rekonstruktion von Jodi; Farben und Weichteile sind spekulativ.Dinosaurier
Dinosaurier

Erst Dino-Baby, jetzt Millionen-Los: Sotheby's versteigert Raubsaurier Jodi

New York – Sotheby's versteigert am 27. Oktober ein rund 67 Millionen Jahre altes Raubsaurier-Skelett aus Montana und setzt dafür sechs bis neun Millionen US-Dollar an! 2023 galt „Jodi“ noch als Jungtier des berühmtesten aller Raubsaurier, jetzt heißt es Nanotyrannus: ein eigenständiger, kleinerer Räuber derselben Zeit. Die Beweise für den neuen Namen stammen allerdings von anderen Skeletten, nicht von Jodi.

Geprüft16. Okt. 2026Quelle: www.sothebys.com
KI-Lebendrekonstruktion von Infernogallus jamesi, einem kleinen Oviraptorosaurier der späten Kreidezeit, der laut einer aktuellen Studie seinen Unterkiefer wie ein Papagei vor- und zurückschob und damit wahrscheinlich weiche Früchte zerkaute.Dinosaurier
Dinosaurier

Dino mit Papageien-Kiefer: Dieser Saurier kaute Obst

Forscher haben in Nordamerika einen kleinen Dinosaurier entdeckt, der kaute wie ein Papagei! *Infernogallus jamesi* schob seinen Unterkiefer vor und zurück und zerquetschte so weiche Nahrung zwischen geriffelten Kauflächen, wahrscheinlich vor allem saftiges Obst. Ein Früchte fressender Dinosaurier – dafür gab es bis jetzt keinen direkten Beleg.

Geprüft12. Okt. 2026Quelle: Fruit-eating adaptations in a Late Cretaceous oviraptorosaur (Theropoda)
KI-Lebendrekonstruktion: Ein Tyrannosauride reißt am Schwanz eines gefallenen Entenschnabel-Dinosauriers – rekonstruiert nach der systematischen Auswertung von Bissspuren an einzelnen Schwanzwirbeln aus dem Dinosaur Provincial Park, Alberta.Dinosaurier
Dinosaurier

Bissspuren verraten: Raubsaurier fraßen sich durch Dino-Schwänze

Ein Raubsaurier zerrt an einem Kadaver und reißt Fleisch vom Schwanz. Seine Zähne schrammen dabei schräg über die Wirbel. Genau solche mutmaßlichen Tyrannosaurier-Bissspuren haben Forscher in Kanada systematisch ausgewertet. Ergebnis: 84,7 Prozent der angebissenen Wirbel von Entenschnabel-Dinosauriern aus dem Dinosaur Provincial Park in Alberta stammen aus dem Schwanz. Die Kratzer folgen dem Fleisch.

Geprüft12. Okt. 2026Quelle: Tooth marked caudal vertebrae suggest feedingtyrannosaurids systematically processed hadrosaurid tails
KI-Lebendrekonstruktion: Tyrannosaurus rex mit seinem im Vergleich zu Giganotosaurus und Allosaurus kürzeren, aber robusteren Schädel und tiefem Unterkiefer, der laut einer 3D-Modell-Studie vermutlich zum Festhalten großer Beute und zum Durchbeißen von Fleisch und Knochen geeignet war.Dinosaurier
Dinosaurier

Schädel-Duell der Raubdinosaurier: Der kürzere Kopf ist der kräftigere

Ein *Tyrannosaurus rex*, einer der größten Raubdinosaurier überhaupt, packt ein großes Beutetier, hält es fest und beißt durch Fleisch und Knochen. Das zeigen 3D-Modelle, mit denen Forscher aus Spanien seinen Schädel mit den Köpfen zweier anderer Riesenräuber vergleichen. Der kürzere Kopf des Tyrannosauriers ist der robustere, und seine dicken Zähne waren wahrscheinlich auf hohe Beißkraft ausgelegt.

Geprüft9. Okt. 2026Quelle: Palaeoecological inferences and comparison between skulls of large theropods from 3D models: Allosaurus, Giganotosaurus and Tyrannosaurus

Meeressaurier

Schicht 02 · Tethys-Ozean
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KI-Lebendrekonstruktion von Garamaudo bauciensis, einem rund 2,5 Meter langen Süßwasser-Mosasaurier aus der Provence, der laut Studie wahrscheinlich in geringer Tiefe im Süßwasser lebte.Meeressaurier
Meeressaurier

Meeresechse mit Landbeinen: Forscher finden Süßwasser-Mosasaurier in Frankreich

Rund 2,5 Meter lang, mit Beinen wie ein Landtier und begraben in den Ablagerungen eines alten Sees: In der Provence haben Forscher einen neuen Süßwasser-Mosasaurier beschrieben. Mosasaurier gelten als Meeresreptilien der Kreidezeit. Dieses Tier namens *Garamaudo bauciensis* lebte vor etwa 85 Millionen Jahren wahrscheinlich im Süßwasser, bei Bouc-Bel-Air in Südostfrankreich.

Geprüft4. Okt. 2026Quelle: Garamaudo bauciensis, a new freshwater mosasaurid (Reptilia, Squamata) from the Santonian (Late Cretaceous) of Provence, southeastern France
KI-Lebendrekonstruktion: Fischsaurier der Trias unterschieden sich stark in ihrer Schädellänge – ein neues Modell datiert den Höhepunkt dieser Vielfalt auf vor etwa 231,1 Millionen Jahren, ohne dass sich ein passender Umweltauslöser findet.Meeressaurier
Meeressaurier

Fischsaurier-Rätsel: Ihre Schädellängen liefen früh am weitesten auseinander, doch die Umweltdaten passen nicht

Fischsaurier legten in der Trias einen Blitzstart hin. Nach dem Median eines neuen Evolutionsmodells war die Spannweite ihrer Schädellängen vor etwa 231,1 Millionen Jahren am größten. Da lag erst rund ein Achtel ihrer Stammesgeschichte hinter ihnen. So steht es in einer noch nicht begutachteten Studie. Weder Meeresspiegel noch Meerestemperatur, Gesteinsfläche oder Sedimentschichten zeigen einen Wendepunkt, der signifikant dazu passt.

Geprüft2. Okt. 2026Quelle: A novel phylogenetic comparative model reveals strong signals for early high disparity in ichthyosaurs
KI-Lebendrekonstruktion von Ichthyosaurus anningae, einer Fischsaurier-Art, deren erster eindeutiger Nachweis außerhalb Großbritanniens in der Rodiles-Formation in Asturien, Spanien, entdeckt wurde.Meeressaurier
Meeressaurier

Ichthyosaurier Spanien: Rekord-Fischsaurier bricht Dorsets Alleinstellung

Ein Skelett aus Asturien reißt eine alte Grenze ein: Dieser Ichthyosaurier Spaniens gehört eindeutig zu *Ichthyosaurus anningae*, einer Art, die bisher nur aus Dorset in England sicher belegt war. Gemessen am Oberarmknochen ist er obendrein das größte bekannte Tier seiner Art. Er schwamm im Unteren Jura durch ein Meer, dessen Tierwelt Nordspanien eng mit Großbritannien verband.

Geprüft29. Sept. 2026Quelle: First record of Ichthyosaurus anningae outside the United Kingdom: new evidence from the Lower Jurassic of northern Spain
Künstlerische Darstellung eines Mosasauriers in der Oberkreide. Allgemeine Rekonstruktion, nicht das Tier aus Kaizuka.Meeressaurier
Meeressaurier

Neue Meeresechse? Dieser Schädelknochen passt zu keinem bekannten Mosasaurier

Ein Gesteinsblock aus Japan lag mehr als drei Jahrzehnte im Museum – und steckte voller Mosasaurier-Knochen, die niemand erkannt hatte. Forschende fanden darin vier übersehene Knochen, darunter den ersten bestätigten vorderen Oberkieferknochen eines Mosasauriers aus Japan. Ein Knochen am Hirnschädel zeigt eine Merkmalskombination, die zu keinem beschriebenen Mosasaurier passt. Eine neue Art ist möglich, aber nicht belegt.

Geprüft14. Sept. 2026Quelle: www.eurekalert.org

Evolution

Schicht 03 · Tiefe Abstammung
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KI-Lebendrekonstruktion eines frühen, zweibeinig laufenden Dinosauriers in einer Trias-Landschaft; eine konkrete Art nennt die Studie nicht, Färbung und Zeichnung sind künstlerische Interpretation ohne Fossilbeleg.Evolution
Evolution

Dinosaurier-Wirbelsäule: Rückenwirbel wanderten ins Becken

Paläontologen haben die Entwicklung der Dinosaurier-Wirbelsäule neu entschlüsselt: Bekamen frühe Dinosaurier am Kreuzbein, dem fest mit dem Becken verbundenen Teil der Wirbelsäule, einen zusätzlichen Wirbel, fehlte dafür einer im Rücken! Nach der neuen Auswertung waren die zusätzlichen Beckenwirbel umgebaute Rumpfwirbel, die aus dem Rücken ins Becken gerückt sind. Neue Wirbel hat die Evolution dafür nicht erfunden.

Geprüft14. Okt. 2026Quelle: Evolution of the axial skeleton of early dinosaurs and the role of meristic and homeotic processes
KI-Lebendrekonstruktion: Osedax-Würmer auf einem Wirbeltierknochen am Meeresgrund, mit wurzelartigem Gewebe im Knochen verankert.Evolution
Evolution

Forscher entdecken drei neue Knochenfresser-Würmer ohne Mund und Darm

Forscher haben rund um die Iberische Halbinsel drei neue Arten knochenfressender Würmer entdeckt! Sie fanden die Tiere auf Kuh- und Schweineknochen, die sie zuvor gezielt in 90 bis 1200 Metern Tiefe versenkt hatten. Osedax-Würmer besitzen weder Mund noch Darm und sind auf Bakterien angewiesen, die das organische Material im Knochen verdauen können.

Geprüft13. Okt. 2026Quelle: On the diversity of ‘bone-eating’ worms (Annelida: Siboglinidae: Osedax ) and their symbionts around the Iberian Peninsula
KI-Lebendrekonstruktion von Navaornis hestiae aus der Oberkreide im heutigen Südostbrasilien.Evolution
Evolution

Flug verloren, Ohr fast gleich: Formte der Hinterkopf das Vogelohr?

Forscher haben an 146 lebenden und kürzlich ausgestorbenen Kronenvögeln einen verblüffenden Widerspruch aufgedeckt: Wenn Vögel das Fliegen verlieren, verändern sich die Bogengänge in ihrem Innenohr, winzige Ringröhren für den Gleichgewichtssinn, nur schwach! Auf einen umgebauten Schädel reagieren sie dagegen stark. Für die Vogel-Evolution heißt das: Die vermeintliche Flug-Spur im Ohr früher Vögel entstand wohl beim Umbau des Kopf-Hals-Gelenks.

Geprüft13. Okt. 2026Quelle: Coordinated transformations of the labyrinth and occiput during the dinosaur–bird transition
KI-Lebendrekonstruktion: Die Flussschildkröte Plesiobaena antiqua stößt sich mit allen vier Gliedmaßen vom schlammigen Flussboden ab.Evolution
Evolution

Kreidezeit-Schildkröte: Wangenknochen und Unterkiefer wuchsen mit dem Alter um

In den Flüssen des heutigen Alberta lebte vor rund 75 Millionen Jahren eine Schildkröte. *Plesiobaena antiqua* war die häufigste Kreidezeit-Schildkröte der kanadischen Dinosaur Park Formation. Jetzt zeigen Röntgenscans von vier Schädeln und drei Unterkiefern, dass sich ihr Kopf beim Heranwachsen veränderte. Die Kiefer passen dabei zu einem Wechsel auf harte Kost.

Geprüft8. Okt. 2026Quelle: Assessment of intraspecific skull variation in the Campanian baenid turtle Plesiobaena antiqua

Fossilfunde

Schicht 04 · Weltweit
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KI-Illustration eines aufgebrochenen Fossilzahns im Tiefseeschlamm. Symbolbild zur Studie; keine Aufnahme eines untersuchten Fossils.Fossilfunde
Fossilfunde

Zwei Meere in einem Zahn: Fossilzähne speichern Heimat und Grab

Forscher haben in Fossilzähnen vom Grund des Nordpazifiks die Spuren von zwei verschiedenen Meeren entdeckt! Die Außenhaut der Zähne verrät, in welchem Wasser der Fisch einst schwamm, das Innere dagegen, wo der Zahn später liegen blieb. Daraus leitet das Team einen Vorschlag ab: Eine Tiefenströmung aus der Antarktis sammelt die Zähne ein und häuft so Schlamm voller seltener Metalle an.

Geprüft21. Okt. 2026Quelle: Dual Nd isotopic archives in fossil teeth reveal bottom-current control of rare-earth element enrichment in deep-sea sediments
KI-Lebendrekonstruktion zum Fund von Rewasaurus minori: Körper, Gliedmaßen und Schwanz orientieren sich an verwandten Silesauriern. Das Bild veranschaulicht einen möglichen Lebensraum; es zeigt keine wissenschaftlich überprüfbare Rekonstruktion der einzelnen Originalzähne. Körpergestalt und Färbung bleiben erschlossen.Fossilfunde
Fossilfunde

Rewasaurus: Erster Silesaurier aus Indien gibt Forschern Rätsel auf

Forscher haben in Indien erstmals eindeutig einen Silesaurier nachgewiesen. Das ist ein Tier aus der nächsten Verwandtschaft der Dinosaurier! Die neue Art *Rewasaurus minori* kennen sie aus einem unvollständigen Schädel samt Unterkiefer, an dessen Spitze drei Zähne schräg nach vorn ragen. Wohin das Tier in der Familie der Dinosaurier gehört, beantworten zwei Rechenwege allerdings unterschiedlich.

Geprüft16. Okt. 2026Quelle: First definitive record of a silesaurid (Avemetatarsalia: Dinosauriformes) from the Upper Triassic of India with new insights on its origin and dispersal
KI-Lebendrekonstruktion von Simonettoia tilaventina, einem neu beschriebenen Trias-Reptil aus Nordostitalien. Kopfform, Schwanz und Färbung sind unsicher und wurden anhand verwandter Arten rekonstruiert.Fossilfunde
Fossilfunde

Riesiger Halsknochen verrät eine neue Tierart

Forscher haben ein über 20 Jahre altes Fossil aus Nordostitalien als neues Trias-Reptil erkannt, also als Kriechtier aus der Erdzeit vor Jura und Kreide. Ein extrem langer Halsknochen brachte sie auf die Spur. Doch erst die übrigen Knochen zeigen, warum das lückenhafte Skelett zu keiner bereits bekannten Art passt.

Geprüft16. Okt. 2026Quelle: SIMONETTOIA TILAVENTINA, A NEW TANYSTROPHEID (DIAPSIDA ARCHOSAUROMORPHA) FROM THE UPPER TRIASSIC (NORIAN) OF NORTHEASTERN ITALY
KI-Illustration eines Wals der Grönlandwal-Linie aus dem Pliozän von Antwerpen (vor rund 5,0 bis 4,4 Millionen Jahren). Körperform, Größe und Färbung sind künstlerische Annahmen; erhalten sind nur Teile von Schädel und Ohrknochen von Quasibalaena portisantuerpiae.Fossilfunde
Fossilfunde

Fossil aus Antwerpen: Grönlandwal-Ahnen schrumpften, bevor sie Riesen wurden

Forscher haben aus Antwerpen einen fossilen Glattwal beschrieben, der die Größengeschichte dieser Meeresriesen weiter stützt: Die frühen Vertreter der Grönlandwal-Linie schrumpften offenbar zuerst, und zu Giganten wurden Glattwale erst später, zweimal unabhängig voneinander. Das leiten die Forscher aus einer Rekonstruktion der Körpergrößen ab. Der knapp fünf Millionen Jahre alte Schädel gehört zu einer bislang unbekannten Gattung und Art.

Geprüft15. Okt. 2026Quelle: A New Bowhead Whale-like Genus from the Early Pliocene of Antwerpen Illuminates Phylogenetic Relationships and Body Size Evolution in Balaenidae (Cetacea, Mysticeti)

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Schicht 05 · Zeitreise
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KI-Lebendrekonstruktion: Ein Bärtierchen mit dem winzigen einzelligen Mitfahrer Propyxidium tardigradum, der sich hinter dem dritten Beinpaar an seinem Wirt festhält.Heute vor…
Heute vor…

Winziger Bärtierchen-Mitfahrer klammert sich auch an Milben

Ein winziger Einzeller, ein Lebewesen aus nur einer Zelle, reitet auf Bärtierchen durch die Welt und klammert sich auch an Milben und sogar an Krümel aus Schmutz. Fast sechzig Jahre lang galt der Mitfahrer als Rarität. Jetzt melden Forscher 49 neue Fundorte, von Großbritannien über Kanada und Australien bis in die Antarktis.

Geprüft6. Okt. 2026Quelle: Less picky and more widespread than expected: new records and insights into the biology of Propyxidium tardigradum , an epibiotic ciliate (Ciliophora: Peritrichida: Operculariidae)
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