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Forschungsnews vom 5. Oktober 2026

Urzeit kompakt

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Neue Studien, kurz erklärt. Das Datum der Originalstudie steht bei jeder Meldung.

  1. Illustrierte Lebendrekonstruktion eines länglichen, geschuppten Flösselhechts, der mit angehobenem Kopf knapp unter der Wasseroberfläche eines tropischen Flusses schwimmt, mit sichtbaren kleinen Atemlöchern auf dem Kopf
    KI-Rekonstruktion: So könnte der miozäne Flösselhecht Polypterus faraou beim Luftholen durch seine Kopf-Atemlöcher ausgesehen haben. Symbolbild, keine Fossilaufnahme.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Urzeit-Flösselhecht aus dem Tschad atmete wohl Luft

    Ein versteinerter Flösselhecht aus dem Tschad liefert starke Hinweise auf Luftatmung. Er gehört zu den Strahlenflossern, wie die meisten heutigen Fische. Der versteinerte Flösselhecht trägt offene Atemlöcher auf dem Kopf, samt kleiner Knochen, die als Luftklappen dienten. Das berichtet ein Team in „Scientific Reports“.

    CT-Aufnahmen des Fossils von Polypterus faraou aus dem Miozän zeigen zudem einen breiten Gaumen und bewegliche Kehlknochen. Sie sprechen für eine Mundpumpe, die Luft in die Lunge drückt. Die verzahnten Schuppen passen zu einer zweiten Technik: Luft einsaugen, wie bei heutigen Flösselhechten. Ein Haken bleibt: Dieselben Merkmale helfen auch beim Beutefang.

    Heutige Flösselhechte ziehen bis zu 93 Prozent ihrer Luftatemzüge durch diese Kopflöcher, wie eine Studie an vier Arten 2014 zeigte.

    Scientific Reports · Studie vom · Originalstudie ↗

  2. Symbolbild einer kreidezeitlichen Flussmündung mit trinkendem Dinosaurier, einem halb im Wasser liegenden krokodilartigen Neosuchier und angespülten Meeresalgen am Ufer, im Hintergrund ein Fischschwarm an der Mündung.
    KI-Rekonstruktion (Symbolbild): Kreidezeit-Küste – Meeresalgen, Fisch und Landtiere teilten sich denselben Kohlenstoff-Kreislauf.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image

    Zähne verraten: Küsten-Dinos lebten auch vom Meer

    Forscher haben im Zahnschmelz von Dinosauriern, Krokodilverwandten und Fischen der Kreidezeit-Küsten eine Spur aus dem Meer entdeckt. Die Zähne aus Kanada, Idaho, Oklahoma, Texas und Utah enthalten mehr schweren Kohlenstoff, eine Variante, die Meeresalgen anreichern, als ihre Nahrung an Land erklären kann. Teils liegen die Werte mehr als 5,5 Promille über dem erwarteten Wert, berichtet ein Team in „Frontiers in Ecology and Evolution“.

    Die Forscher werten das als Beleg, dass Kohlenstoff aus dem Meer in die Nahrungsnetze an Land gelangte. Bei Tieren aus dem Binnenland von Wyoming und Montana fehlt die Spur. Frühere Schätzungen zur Pflanzenkost der Dinosaurier haben diese Meeresquelle nicht eingerechnet.

    Heute düngen Lachse ganze Uferwälder, wenn Bären und Wölfe ihre Kadaver an Land tragen.

    Frontiers in Ecology and Evolution · Studie vom · Originalstudie ↗